Der Giersch muss weg!

Foto: Elisabeth Kögel
Der Giersch muss weg!
Foto: Elisabeth Kögel

Als ich meinen Garten vor 10 Jahren übernommen habe, hatte dort nur einer das Sagen: der Giersch. Es gab ein Giersch-Beet, eine Giersch-Wiese und eine Giersch-Hecke. Puh! Und so machte ich mich daran, einen Gartenteil nach dem anderen umzugraben und die Wurzeln aus der Erde zu fischen. Mein Boden ist zum Glück so leicht und locker, dass ich mit der Grabegabel ganze Wurzelgeflechte wie einen weißen Kabelsalat aus der Erde hebeln konnte. Doch das Erfolgserlebnis war von kurzer Dauer, denn ich hatte das Wildkraut unterschätzt: Es dauerte nicht lange, bis sich hier und dort wieder seine unterteilten Blätter aus dem Boden schoben. Kein Wunder – aus jedem noch so kleinen Wurzelstückchen treibt der Giersch wieder aus und zeigt sich vitaler als zuvor. Und wie schnell dann noch die weißen Doldenblüten erschienen!

In meiner Not habe ich auf den am schlimmsten betroffenen Flächen frischen Kompost verteilt, Mulchfolie darübergebreitet und mit Rindenmulch abgedeckt. Unter dieser „Packung“ hat sich der Giersch regelrecht an den Nährstoffen verschluckt und sich in der Wärme so verausgabt, dass er tatsächlich verschwand.

Woanders aber hatte ich gleich ein Staudenbeet angelegt und Hainbuchen gepflanzt. Und dort dreht er mir eben jedes Jahr eine lange Nase. Also grabe ich, wo es geht, denn das Wildkraut hat schon längst die anderen Pflanzen unterwandert. Danach rupfe ich nur noch die Blätter ab, was den Hartnäckigen immerhin ein wenig schwächt und im Zaum hält.

Und hat nicht alles auch einen Vorteil? Die jungen Blätter schmecken nicht nur meinen beiden Kaninchen, sondern auch mir im Salat, als Gemüse oder als Frischekick in der Giersch-Limonade.

Ein Gedanke zu „Der Giersch muss weg!“

  1. Mit Giersch im Garten haben wir auch lange gekämpft. Auf die einfache Lösung mit dem Mulchen sind wir leider nicht gekommen, wir haben den ganzen Giersch ausgegraben.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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