Bei Salaten mach ich es mir im Frühling einfach. Ich kaufe junge Pflanzen oder lege Saatbänder aus. So sind meine Hochbeete und das Gewächshaus schnell bestückt.

Der erste Kopfsalat im Hochbeet!

Die Salatsaison ist eröffnet. Und wie jedes Jahr besetze ich meine Hochbeete und das Gewächshaus zuerst mit jungen Pflücksalaten vom Wochenmarkt. Sie wachsen auch bei niedrigen Temperaturen flott und sind unkompliziert. Eine Aussaat Anfang Februar kommt für mich nicht in Frage. Da das Licht fehlt, dauert es mir zu lange bis die Samen keimen. Ich hab aber schon eine Anzuchtleuchte im Visier 🙂

Pflücksalate entwickeln keinen festen Kopf, sondern sortieren ihre Blätter zu einer lockeren Rosette. Meist pflanze ich grüne und rote Eichblattsalate. Denn sie schmecken mir besser als krause Sorten wie ‚Lollo Rosso‘ oder ‚Lollo Bionda‘. Eine gute Alternative sind Schnittsalate. Ich habe sie schon des öfteren als Saatband oder  Saatmatte ausgesät. Sie sind perfekt, wenn man kleine Hochbeete und Balkonkästen schnell und unkompliziert mit Salat bestücken möchte.  Denn die Samen sind im Vlies bereits im richtigen Abstand fixiert. So muss ich die Sämlinge nach dem Auflaufen nicht mehr vereinzeln.

Zeit für die ersten Kopfsalate

Kopfsalate wie Buttersalat  und Eissalat pflanze ich ein bisschen später. Meist erst, wenn die Sauerkirschen blühen. Die nächtlichen Temperaturen sinken dann eher selten gen Null, und ich muss die kleinen Köpfe nur ab und an mit einem durchlässigem Vlies beschützen. Bei Kopfsalat ist es wichtig, dass ihr die richtige Sorte auswählt. Es gibt Sorten für den Frühjahrsanbau sowie für den Sommeranbau. Gute Sorten für den zeitigen Frühling sind zum Beispiel ‚Maikönig‘ und ‚Dynamite‘.

So wird Salat gepflanzt

Bevor der Nachwuchs einziehen darf, tauche ich die Wurzelballen bis sie durchdringend nass sind. Sonst hätten die Salate Schwierigkeiten beim Anwachsen. Außerdem lockere ich den Boden gut, denn Salat wurzelt erstaunlich tief. Nebenbei sammle ich auch sämtliches Unkraut auf, das sich breitgemacht hat. Ich setze die Salate 25 bis 30 Zentimetern voneinander entfernt in den Boden. Der große Abstand zwischen den kleinen Setzlingen sieht anfangs etwas übertrieben aus, ist er aber nicht. Er verringert die Gefahr, dass sich später die Salatfäule ausbreitet. Sicherheitshalber schaue ich noch mal, ob ich die Pflänzchen nicht aus Versehen zu tief in den Boden gedrückt habe. Denn: Salat muss fliegen! Will heißen: Der Topfballen muss mindestens ein Drittel aus der Erde schauen. Auch dies beugt der Fäule vor.

Wochenlang Salate ernten

Schnittsalat und Pflücksalat, die beide keine festen Köpfe bilden, stehen anderen Salaten geschmacklich in nichts. Keiner ist so schnell wie der Schnittsalat. Ihr könnt ihn bereits vier bis fünf Wochen nach der Aussaat ernten. Im Gegensatz zum Pflücksalat, von denen man wochenlang Blätter erntet – solange man sein „Herz“ stehen lässt – werden die Blätter vom Schnittsalat mit dem Messer gekappt und nicht einzeln abgepflückt. Ich schneide die Blätter ab, sobald sie zwischen 10 und 15 Zentimeter lang sind.  Anschließend treibt der Schnittsalat neu aus. Auf diese Weise könnt ihr ihn bis zu drei Mal ernten – ehe er an langen, warmen Tagen zu schossen beginnt.

Standort und Boden

Salate brauchen viel Sonne und lieben einen durchlässigen Boden. Wenn ihr auf euren Beeten reifen Kompost verteilt habt oder die Salate in eine hochwertige gekaufte Pflanzerde setzt, braucht ihr eure Salate im Frühling nicht zu düngen.