Die meisten Gartenstauden sind unkompliziert und kommen mit wenig Nährstoffen aus. Wenn sie am richtigen Standort stehen, braucht man die Pflanzen oft gar nicht düngen. 

Deshalb verteile ich im Frühling wenig Dünger in den Blumenbeeten. Eine größere Portion bekommen nur Hungrige wie Phlox, Rittersporn, Astern und Sonnenblumen zugedacht. Weil mein Vorrat an gesiebten Kompost nach dem Versorgen der Gemüsebeete auf einen überschaubaren Haufen geschrumpft ist, kaufe ich alternativ einen organischen Volldünger, um die Pflanzen zu versorgen. Auf mineralische Dünger als Grunddüngung verzichte ich…auch wenn ich als Kind die blauen Körner im Beet sehr hübsch fand 🙂

Da viele Stauden flach wurzeln, arbeite ich den Dünger wenig oder gar nicht ein – diese Arbeit lasse ich mir von Regenwürmern und anderen Kleinlebewesen abnehmen. Was häufig außer Acht gelassen wird ist, dass Böden auch mit organischem Stoffen überdüngt werden können. Deshalb sollte man nach der Anleitung auf der Verpackung dosieren oder im Vorfeld eine Bodenanalyse machen lassen. Allerdings ist die Auswaschung bei den langsam wirkenden Düngern geringer, denn ihre Nährstoffe lösen sich nach und nach im Boden und werden vollständig von den Pflanzen aufgenommen und nur wenig oder gar nicht als Nitrat in das Grundwasser eingetragen.

Foto: Nicolai Stephan

Mehr Wissen über organische Dünger

Tierische Dünger für die Blumenbeete

Kaum noch im Handel sind tierische Dünger aus Blut- und Knochenmehl. Hornspäne dagegen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Sie gehen als fast reiner Stickstoffdünger durch, denn ihre Anteile an Phosphat, Schwefel und Kalium liegen unter einem Prozent. Hornspäne eignen sich für die meisten Gärten, denn mehr als die Hälfte der Privatgärten sind ausreichend mit Phosphat und Kalium versorgt bis stark überdüngt. Ich bringe ihn unter meinen Hecken aus.

Wer seinen Garten mit Dung und Mist versorgen möchte, sollte ihn bei einem Bauern seines Vertrauen abholen. So verhindert ihr, dass Rückstände von Hormonen und anderen Substanzen welche in Tierfabriken eingesetzt werden, den Weg in euren Garten finden. Theoretisch könnte ich Mist zum Düngen nehmen. Aber ihn zu besorgen, ist mit viel Aufwand verbunden. Hinzu kommt, dass man Mist nie in frischem Zustand verteilen sollte, sondern ausschließlich gut abgelagert. Noch ein weiterer Punkt, der für mich gegen den Dünge-Kandidaten spricht.

Als Alternative bietet der Handel verschiedene organische Mehrnährstoffdünger an: In Form von Rindermist-Pellets oder Vogelmist (Guano). Relativ neu sind Dünger, die aus Schafwolle gewonnen werden. Guano-Dünger kaufe ich nicht mehr, nachdem ich auf Arte gesehen haben, unter welchen Umständen er von den Felsen gekratzt wird.

Pflanzliche Dünger

Für diejenigen, die keine aus Tieren gewonnenen Produkte im Garten verteilen möchten, gibt es rein pflanzliche Volldünger.

Zu den pflanzlichen Düngern zählt auch Kompost. Er liefert Stickstoff, aber auch Phosphor, Kali, Magnesium und wertvolle Huminstoffe. Bestenfalls gewinnt man ihn selber. Wenn ihr dafür keine Zeit oder Platz habt, könnt ihr bei Bedarf bei eurer Gemeinde anfragen. Denn viele verfügen über öffentliche Bioabfall-Anlagen oder haben Sammelstellen für Garten- und Bioabfälle aus den Haushalten der jeweiligen Gebiete. In diesen Zentren wird das gesammelte Biomaterial oft direkt kompostiert.