Beim Grünkohl spare ich mir die Anzucht aus Samen und kauf lieber Jungpflanzen am Bio-Stand auf dem Wochenmarkt.

Sobald wir wieder Zuhause sind, landen die jungen Pflanzen in einer kleinen Schüssel mit Wasser, damit der Wurzelballen durchdringend nass ist bevor ich sie ins Beet setze. Und zwar: Ein bis zwei Zentimeter tiefer als sie im Topf standen. Das verbessert ihre Standfestigkeit und regt eine zusätzliche Wurzelbildung am Stängel an. Vorher streue ich aber noch einen Esslöffel Algenkalk ins Pflanzloch, um der Kohlhernie vorzubeugen.

Gut zu Wissen

Grünkohl pflanzt man am besten dort, wo im Vorjahr stickstoffsammelnde Pflanzen wie Erbsen oder Bohnen gestanden sind. Denn er ist ein Starkzehrer. Als solcher hat er von Klein auf an Hunger! Deshalb sollte man vor dem Einpflanzen etwa fünf Liter Kompost auf einem Quadratmeter verteilen. Auch wenn es seltsam anmutet: Der beste Nachbar für den Grünkohl ist: Tomate!  Sie sind sich einig, was die gute Versorgung mit Nährstoffen angeht und die Tomaten halten Schädlinge von den Kohlpflanzen fern.  Mischkultur vom Feinsten.

Foto: Eva Wunderlich