Klematis ‚Huldine‘ strahlt in Perlmuttweiß

Perlmuttweiße Blüten sind das Markenzeichen der Klematis ‘Huldine’ (Foto: Nicolai Stephan).
Klematis ‘Huldine’ strahlt mit perlmuttweißen Blüten
Perfekte Partnerin: eine rote Kletterrose

Als wir vor acht Jahren in unser Haus einzogen sind, gehörte die Klematis ‘Huldine‘ zu den ersten, die ich in den Garten pflanzte. Ich hatte dabei ein schlechtes Gewissen, denn viel Platz hatte sie nicht zum Einwurzeln. Erstens weil die Pflasterung entlang der Hauswand nicht mehr Raum hergab und zweitens, weil sie den Boden auch noch mit einer Kletterrose teilen musste. Und da sie eigentlich einen nährstoffreichen, humosen Boden liebt, war ich sehr überrascht, wie schnell sie sich einlebte.

Schnell umgarnte sie die Rose

Schon im zweiten Jahr kletterte sie munter am Spalier hoch und überraschte mich mit einer perlmuttweißen Wolke aus eleganten Schalenblüten.
Ab dem dritten Jahr war keine Halten mehr. Selbst die kräftige Kletterrose wurde komplett in Beschlag genommen und sah am Ende des Sommers etwas mitgenommen aus. Um sie schützen, lenke ich seit ein paar Jahren das stürmische Wesen in die richtige Richtung. So ist jetzt auch die Kletterrose wieder im Lot.

Willkommen in Schnittgruppe 3

Die Klematis Huldine strahlt mit perlmuttweißen Blüten
Ihre bis zu acht Zentimeter großen Blüten erscheinen von Juli bis Oktober. Beim Klettern erreicht sie mühelos Höhen von drei bis fünf Metern.

‘Huldine‘ gehört zu den Waldreben Clematis viticella. Und diese Art wiederum zu der Schnittgruppe 3. Was bedeutet, dass man ihre Zweige von November bis März 20 bis 30 Zentimeter über dem Boden abschneidet.

Klematis ‘Huldine’ strahlt mit perlmuttweißen Blüten
Obwohl schon die ersten Blätter sprießen …
Klematis Huldine strahlt mit perlmuttweißen Blüten
… schneide ich die Zweige im Frühling 30 cm über dem Boden ab.

4 Gedanken zu „Klematis ‚Huldine‘ strahlt in Perlmuttweiß“

  1. Hallo, was bedeutet Schnittgruppe 3 bei Waldreben? Ich habe mehrere Clematen (sagt man so?) Wie kann ich herausfinden, wie ich sie schneiden muss?
    Vielen Dank
    mit Gruß D. Schütte

    Antworten
    • Liebe Dagmar,
      herzlichen Dank für deine Mail.
      Es gibt insgesamt drei Rückschnittgruppen für Clematis
      1 Rückschnittgruppe: Mai-Juni
      Gültig ist diese Regel für zahlreiche Wildarten und Sorten, die gleich nach der Blüte im späten Frühjahr zurückgeschnitten werden. In erster Linie gilt das für C. alpina (atragene) und C. montana. Beide Arten legen ihre Blütenknospen im Sommer und Herbst des Vorjahres an. Nach dem Schnitt bleibt den Pflanzen genug Zeit, um zu wachsen und wieder Knospen für das nächste Jahr anzulegen

      Rückschnittgruppe 2: November/Dezember und im Juni.
      Diese Methode gilt für Hybriden, die zweimal im Jahr blühen: Im Juni/ Juli und im August/September. Man kürzt bei ihnen im Winter alle Triebe etwa um die Hälfte ein. Ältere Pflanzen schneidet man zirka einen Meter über dem Erdboden ab. Nach der Blüte folgt dann lediglich ein leichter Rückschnitt. Dabei sollte man die Fruchtstände zusammen mit dem darunter liegenden Blattpaar abschneiden. Sechs Wochen später kann man sich dann erneut über viele, viele Blüten freuen!

      Rückschnittgruppe 3: November/Dezember
      Das betrifft alle Staudenclematis, Clematis viticella oder die bekannte Clematis Hybride Jackmanii. Und zahlreichen Hybriden und Wildarten, die nur im Sommer blühen, sehr ausladend wachsen und unendlich viele Blüten ansetzen. Man kappt diese Clematis jedes Jahr auf 20 bis 50 cm über dem Erdboden.

      Ich hoffe, ich habe dir helfen können!
      Herzliche Grüße Antje

      Antworten
  2. Hallo,
    ich liebe Kletterpflanzen. Sie verstecken unschöne Mauern und sorgen gleichzeitig für ein Lächeln.
    So auch Geissblatt u. s. w
    Nun habe ich gelesen, dass man Kletterpflanzen nur etwa alle drei Jahre schneiden sollte. Ist das so?
    Grüße Karin

    Antworten
    • Liebe Karin, ausgenommen von den einjährigen Kletterpflanzen handelt es sich bei den meisten Kletterpflanzen um Gehölze. Naturgemäß brauchen alle sie ein paar Jahre bis sie sich im Garten richtig etabliert haben. Unkomplizierte Pflanzen wie Efeu und Wilder Wein (Parthenocissus tricuspidata), die so gut wie keine Kletterhilfe brauchen, muss man jedes Jahr stark zurückschneiden. Sonst wachsen sie einem über den Kopf :).
      Geißblätter und andere Schlingpflanzen wie Akebia oder auch die Kletterhortensie müssen alle drei bis fünf Jahre sind kräftig ausgelichtet und verjüngt werden. Das gleiche gilt für Wilder Rankwein (Parthenocissus inserta) und Clematis montana. Dagegen braucht man die Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla und A. tomentosa) wenig bis gar nicht mit der Schere bearbeiten.
      Traubenwein (Vitis vinifera) sowie Spalierobst, Kletterosen (Rosa), Klettertrompeten (Campsis) und Blauregen (Wisteria) hält man jährlich durch einen speziell auf sie abgestimmten Schnitt in Form. Du siehst…jedes Gehölz tickt ein bisschen anders. Ich hoffe, ich habe dir weiterhelfen können. Liebe Grüße Antje

      Antworten

Schreibe einen Kommentar