Weltbeste Konfitüre aus Brombeeren kochen

Eine Brombeer-Konfitüre selber zu kochen ist kein Zauberwerk. Aber eine echter Schatz auf dem Frühststückstisch. Hier kommt mein Rezept plus handgezeichnete Brombeer-Etiketten für eure Schraubgläser.

Weltbeste Konfitüre aus Brombeeren

Zu den nachhaltigsten Erinnerungen meiner Kindheit zählt das Pflücken von Brombeeren. Jeden Spätsommer zogen ich und meine jüngere Schwester mit unseren Eimern los, um die schönsten Früchte zu ergattern. Dafür mussten wir meist gar nicht weit laufen. Unser Einzelgehöft lag eingebettet in einem Wald umgeben von Ackerflächen und einer Moorlandschaft. Die meisten Früchte fanden wir  an Waldrändern und auf aufgeschobenen Wällen, denn diese waren an vielen Plätzen dicht bevölkert mit Brombeerbüschen. Konkurrenten beim Pflücken hatten wir meist keine…die Nachbarhöfe lagen zu weit entfernt und Fremde verirrten sich eher selten in unsere kleine Welt.

Zu Beginn wetteiferten wir beim Pflücken darum, wer den Eimer als erstes voll hatte. Aber unser Enthusiasmus hielt nicht lange an. Denn nach den ersten heftigen Kratzern waren wir vorwiegend damit beschäftigt, so wenig wie möglich von den dornigen Zweigen malträtiert zu werden. Und auch die lästige Mückenschar machte das Pflücken nicht leichter.

Rundum Lüneburg ist es eher schwierig, Brombeeren zu finden. Es sind viele Brombeerfans unterwegs. Nach acht Uhr morgens loszuziehen ist für die Katz…dann sind die Büsche wie leer gefegt. Außerdem beschleicht mich immer mehr das Gefühl, dass mir keiner die besten Plätze zum Brombeeren pflücken verrät. Aber es gibt ja zum Glück unseren wunderbaren Wochenmarkt und auch meine Brombeeren im Schrebergarten. 

Ich habe dort eine stachellose Sorte. Weiß aber leider nicht wie sie heißt. Denn sie war vor mir da. Ihre Früchte schmecken – aber ihr Aroma ist nicht so intensiv wie das von der stachligen  Verwandschaft. Aber es gibt mittlerweile gute Sorten ohne Stacheln zu kaufen. Zu ihnen zählen zum Beispiel: ‘Asterina’, ‘Jumbo’, ‘Loch Ness’ und sogar eine wintergrüne Brombeersorte namens ‘Oregon Thornless’. 

Mein Rezept für Brombeer-Konfitüre und schöne Etiketten für runde Gläser

Ich gehöre zu der Fraktion, die keine Kerne in Marmeladen mag! Deshalb fülle ich 1kg Brombeeren und 150 ml Wasser in einen großen Topf und koche die Mischung etwa 20 bis 30 Minuten und püriere anschließend den Topfinhalt.

Danach schütte ich die flüssige, kernige Masse durch ein feinmaschiges Sieb in eine Schale. Und passiere nach dem Abtropfen mit einem Esslöffel die restliche Masse durch das Sieb. Wenn das geschafft ist, landet der sämige Saft wieder im Topf. Meist gewinne ich nach dem Abseihen und Passieren etwa 800 ml Saft. 

Ich gebe zum Brombeersaft Gelierzucker 2:1 dazu. Dabei richte ich mich nach der Verpackungsanleitung: 500 g Gelierzucker (2:1) für  0,75 l ungesüßten Saft. Bei 800 g sind das folglich 533 Gramm. Nach dem Aufkochen rühre ich den Saft einer Bio-Zitrone unter, und fange den Schaum auf der Oberfläche mit einem kleinen Sieb ein. Zum Schluss fülle ich die heiße Brombeer-Konfitüre mit Hilfe eines Trichter bis unter den Rand in die sauberen Gläser. Drehe die Deckel fest und stelle die Gläser für ein paar Minuten auf den Kopf. Dann musst du den Inhalt nur noch abkühlen lassen! 

Tipp: Brombeerflecken lassen sich auf glatten Flächen gut wegwischen, färben deine Klamotten aber nachhaltig ein. Ich kann leider ein kleines Lied davon singen. Insofern tust du gut daran alte Klamotten anzuziehen oder dir eine Schürze umzubinden 🙂

Handgezeichnete Etiketten für Brombeeren-Konfitüre

Handgezeichnete Etiketten für deine Brombeerenkonfitüre

Ich finde, dass Gläser mit liebevoll gekochter Konfitüre aus Brombeeren schöne Etiketten tragen sollten. Insofern hat meine Freundin und talentierte Grafikerin Britta Ruge Brombeeren-Etiketten für euch vorbereitet: Die Etiketten sind passend zu den Etikettenbögen von Herma mit je 12 runden Etiketten auf DIN A4.

Zeichnungen: Britta Ruge; Büro im Norden
Fotos: Nicolai Stephan

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