Manchmal stolpert man einfach über die schönsten Geschöpfe. Wie neulich, bei einem Waldspaziergang. Wie von Zauberhand Märzenbecher überall!

Ich konnte mich gar nicht sattsehen an den trutzigen weißen Glockenblüten der Zwiebelblume. Wie gern würde ich den Märzenbecher (Leucojum vernum) in einen von meinen Gärten etablieren. Aber da ich schon schlechte Erfahrungen mit Schneeglöckchen gemacht habe, die sich ähnlich wie er, nur in einem feuchten, humusreichen Boden wohl fühlen und halbschattige bis schattige, kühle Plätze bevorzugen, haben wir beide wahrscheinlich keine Chance auf kein inniges Miteinander. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke: Wahrscheinlich waren die Schneeglöckchen  ja nur beleidigt, weil ich relativ viel im Beet gehackt  habe. Vieleicht versuche ich es doch den Märzenbecher anzusiedeln, hinten im Garten zwischen den Wildgehölzen. Wäre doch schön, wenn  in Zukunft sein Duft durch meinen Garten streicht.

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Typisches Kennzeichen für den Märzenbecher ist die etwa drei Zentimeter lange durchsichtige „Blattscheide“, welche den blattlosen Stängel überragt. Auffällig sind auch die gelb-grünen Flecken auf den Spitzen der weißen Blütenglocken. Die Zwiebelblume, die auch Frühlingsknotenblume genannt wird, wächst zwanzig bis dreißig Zentimeter in die Höhe. In der Regel trägt sie nur ein Glöckchen pro Stiel.
Der Märzenbecher vermehrt sich durch Selbstaussaat und Tochterzwiebeln. Wenn ihr ihn vermehren möchtet, könnt ihr Tuffs nach dem Vergilben der Blätter aus der Erde nehmen, teilen und woanders in die Erde setzen. Sollte er sich selbst ausgesät haben, kann man den Nachwuchs im Spätsommer ausbuddeln und verpflanzen. Die jungen Hüpfer bauchen aber Jahre bis sie blühen.