Die ersten milden Tage laden mich geradezu ein, im Hochbeet die ersten kältetolerante Gemüse auszusäen. Ich fange mit den Radieschen an. Auch weil sie mir den Start in die Gemüsesaison so einfach machen.

Ich finde Radieschen einfach dankbar. Denn sind sie erst einmal ausgesät, brauch ich mich nicht mehr groß um sie kümmern. Aber wie das im Garten so ist. Wenn es gut werden soll, muss das neue Zuhause perfekt vorbereitet sein. Also habe ich den Boden im Hochbeet solange kreuz und quer geharkt, bis seine Oberfläche feinkrümelig und eben vor mir lag.

Im Frühling kaufe ich häufig Radieschensamen als Saatbänder, in denen die Abstände der Samen vorgegeben sind. Sie sind zwar etwas teurer, aber ich erspare mir in den Wochen, wo im Garten sehr viel zu tun ist, das mühselige Vereinzeln der kleinen Pflanzen. Das Saatband auszulegen geht schnell. Man braucht nur vorher eine flache gerade Rille in den Boden drücken. Ich nehme dafür gern einen runden Holzstab, dessen Länge perfekt zur Breite des Hochbeet passt.

Damit das Saatband auf ganzer Länge durchgehend feucht ist und einen guten Bodenkontakt hat, gieße ich es zweimal an: Gleich nach dem Einlegen und sobald ich die Aussaatrille mit Erde fest geschlossen habe. Bis zur Keimung darf der Boden nicht austrocknen. Aber auch danach halte ich die Pflanzen gleichmäßig feucht, damit die Knollen nicht pelzig werden, platzen oder unangenehm scharf schmecken.

TIPP: Da manche Tage und Nächte noch sehr kalt sind, wachsen meine ersten Radieschen sicherheitshalber in einem Frühbeetkasten heran. Unter einem leichten, wärmenden Vlies oder unter einem Folientunnel sind sie aber genauso gut aufgehoben.

Die richtige Sorte aussuchen

Radieschen können von März bis September ausgesät werden. Für frühe Aussaat-Termine gibt es spezielle Sorten, die an kurze Tage und kühle Nächte angepasst sind. Und bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad Celsius keimen. Dazu zählen Sorten wie ‘Saxa 3′, die gegen Falschen Mehltau tolerante ‘Lucia‘ und auch das Bio-Radieschen ‘Cherry Bell‘ (alle Sorten von Kiepenkerl).