Eine süßer Duft liegt in der Luft. Und ich weiß gleich, wer da hinter der Hecke über Nacht aufgeblüht ist: meine Rose namens ‘Rose de Resht‘!

Mein erstes Zusammentreffen mit der Rose ‘Rose de Resht‘ hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen! Nein, die alte Rosendame hat mich nicht durch ihren Duft betört! Sondern beim näheren Angucken mit ihren Stacheln mächtig den Arm zerkratzt. Was ich natürlich nicht sehr freundlich fand. Der zweite Kontakt verlief wesentlich besser. Denn nun wusste ich ja, dass ihre Stacheln nicht „ohne sind“ und hielt gebührend Abstand. Und dann: Wehte ihr Duft zu mir herüber und vernebelte mein Hirn. Liebe auf den zweiten Blick. Natürlich zog alsbald eine ‘Rose de Resht‘ in meinen Garten ein. Nach wie vor bin ich schwer angetan von ihren purpurrot gefüllten Blüten, die sich nach der Hauptblüte hier und da immer wieder öffnen – was selten ist bei historischen Rosen.

 

Foto: Nicolai Stephan

Schneiden oder nicht? Ja, aber behutsam.

Drei Jahre nach ihrem Einzug in meinen Schrebergarten habe ich angefangen, meine ‘Rose de Resht‘ auszulichten. In der Regel  kürze ich dabei Zweige ein, die sich gegenseitig stören und nehme meist auch ein oder zwei ältere Äste heraus. Entweder kappe ich sie knapp über dem Boden oder schneide sie an einer tiefer gelegten Verzweigung weg. Das hält meine ‘Rose de Resht‘ jung und schön. Denn nach dem Schnitt treibt das Gehölz auch im unteren Bereich gut aus. Dieses Jahr musste ich leider viel totes Holz entfernen. Die Trockenheit im vergangenen Sommer hat ihr schwer zugesetzt – wie all meinen Rosen.