Ich baue eher klassische Gemüsesorten an: Meine Möhren sehen orange aus, die Radieschen leuchten knallrot und mein Rosenkohl bildet grüne Knöllchen. Aber der Blaue Kohlrabi hat es mit wirklich angetan.Wie hübsch, wie lecker! Nur hatte ich das Gefühl, dass er meinen weißen Kohlrabi-Sorten im Wachstum etwas hinterher hinkt. Birgit Rascher von der LWG Bayern hat mir aber versichert, dass, ihrer Erfahrung nach, dem nicht so ist. Und da ich um ihre Riesenkompetenz weiß, liegt es bestimmt an den verschiedenen Standorten.

 

Hätten Sie es gewusst?

Kohrabi-Sorten gibt es viele. Sie unterscheiden sich im Anbauzeitpunkt und der Kulturdauer. Während die frühen Sorten meist nach zwölf Wochen geerntet werden können, benötigen späte sechzehn bis 30 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte. Außerdem wird zwischen blattarmen und blattreichen sowie weißen und blauen Sorten unterschieden, jeweils unterschiedlich mit plattrunden, runden oder ovalen Knollen.
Ein Star unter seinesgleichen ist ‚Superschmelz‘: Der weiße Riesenkohlrabi bringt zarte Knollen zutage, die bis zu acht Kilogramm schwer werden.

Fotos: Nicolai Stephan