Bienen wissen den Pollen von Krokussen sehr zu schätzen.

Die  Sonne scheint, und alle strahlen mit ihr um die Wette. Selbst mein etwas knurriger Nachbar pfeift bei dem unerwartet warmen Frühlingswetter entspannt vor sich hin. Und ich? Bin entzückt. Vor allem über die leuchtenden Blüten meiner Krokusse.

Von den Krokussen sind mir die botanischen Krokusse die liebsten. Denn sie gehören zu den Frühlingsboten, die als erste Farbtupfer in meine Beete zaubern. Dabei protzen sie nicht mit dicken Blütenkelchen wie die großblumigen Hybriden, sondern kommen eher zierlich daher. Mein Liebling ist der Elfenkrokus. Wenn man ihn nicht stört, untermalt er galant sommergrüne Gehölze und verwandelt Rasen kurzerhand in lila Blütenteppiche. Selbst an kühlen, schattigeren Plätzen. Auch der Balkan-Krokus aus der Riege der Kleinen Krokusse weiß sich durchzusetzen. Allerdings bevorzugen seine Sorten sonnige, trockene Standorte. Eine Eigenschaft, die ihn für Stein- oder im Steppengärten prädestiniert.

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Zur Gruppe der frühblühenden Krokusse gehören unter anderem die Sorten vom Kleinen Krokus (Crocus chrysanthus), der Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus), der Sieber-Krokus (Crocus sieberi) und der Gold-Krokus (Crocus flavus). Das Durchsetzungsvermögen der dynamischen Frühaufsteher kommt nicht von ungefähr. Krokusse vermehren sich nicht nur durch Brutknollen, sondern auch mittels Aussaat. Frühe Krokusse pflanzt man am besten Ende September. Dabei setzt man ihre Knollen in Tuffs. Aber nicht zu tief, fünf Zentimeter reichen für die wilde Schar. Sie brauchen einen durchlässigen Boden, der nicht zu nährstoffreich sein sollte. Es spricht allerdings nichts gegen eine gelegentliche Kompostgabe. Beim Verwildern im Rasen sollte man beachten, das dieser erst wieder gemäht werden darf, wenn die Krokusse ihre Blätter eingezogen haben.

Foto: Nicolai Stephan