Wenn die meisten Bäume noch kahl dastehen, zeigt sich meine Sternmagnolie von ihrer schönsten Seite. Anstatt Blätter entfaltet sie ein auffälliges rosa-weißes Blütenkleid.

Es gibt auch Sorten mit rosa-weißen Blüten. Auch sie duften sehr angenehm.

Ich gebe zu: Nicht all ihre Blüten, die sich aus den hübschen pelzigen Knospen entwickeln, sind perfekt. Aber da ich die Sternmagnolie nun einmal geerbt habe und weiß, mit wie viel Liebe meine Vorgängerin sie über einen Absenker großgezogen hat, mag ich sie trotz ihrer manchmal komisch in sich verdrehten rosa-weißen Blüten sehr gern.

Ich bin gespannt, wie lange ich mich an den Blüten freuen kann. Vergangenes Jahr hatte ich Pech. Da hingen sie nach einem nächtlichen Temperatursturz morgens braungefroren an den Ästen. Das war wahrlich kein schöner Anblick! Insofern kann ich nur raten, dem ansonsten frostfesten asiatischen Gehölz einen geschützten und sonnigen Platz zu gönnen. Allzu groß muss er nicht sein, da Sternmagnolien (Magnolia stellata) maximal zwei bis drei Meter hoch werden und langsam zu dicht verzweigten, kompakten Sträuchern heranwachsen,

Tipps rund ums Pflanzen und Pflegen

Magnolien pflanzt man im Frühjahr. Weil ihre empfindlichen Wurzeln beim Einsetzen nicht geknickt werden dürfen, sollte man das Pflanzloch groß ausheben. Aber: Auf keinen Fall tiefer pflanzen als die Gehölze im Topf gestanden haben! Denn die ausgesprochenen Flachwurzler reagieren schon ein paar Zentimeter unter die Erdoberfläche gesetzt heftig beleidigt. Damit die Sträucher gut anwachsen, sollte man den Wurzelballen vor dem Einpflanzen in einen Eimer mit Wasser tauchen. Und zwar so lange, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Sobald der Aushub wieder eingefüllt und rundum vorsichtig festgetreten ist, wird der Neuankömmling nochmals kräftig gegossen. Das sichert einen guten Bodenkontakt der Wurzeln.

Sternmagnolien lieben einen humosen, durchlässigen, mäßig feuchten und möglichst sauren Boden. Andauernde Trockenheit und regelmäßiges Unkrauthacken mögen ihre flachen Wurzeln nicht. Am besten deckt man den Boden mit Rindenmulch ab. Und sollte es im Sommer mal länger nicht regnen, ist ein kräftiger Guss mit dem Gartenschlauch angebracht.

Gute Partner suchen

Die Wurzeln von Sternmagnolien werden nicht gern gestört. Deshalb pflanzt man ihnen entweder gleich oder nur wenig später nach dem Einzug ins Beet Nachbarn zur Seite. Am besten solche, die ähnliche Ansprüche haben und bestenfalls gleichzeitig blühen. Ein schönes Bild geben sie zusammen mit Azaleen oder früh blühende Rhododendron (Rhododendron praecox) ab. Auch ein Blütenteppich aus frühen Zwiebelblumen wie Blausternchen und Wildkrokussen sieht unter einer blühenden Sternmagnolie zauberhaft aus.