Ich freu mich schon auf die vielen roten Früchte meiner Johannisbeere. Damit es auch klappt, verpasse ich ihr einen Verjüngungsschnitt.

Eigentlich wollte ich meine Johannisbeere gleich nach der Ernte auslichten, aber die Zeit ist mir davon gelaufen. Aber ich kann den Schnitt jetzt ja nachholen. Zuerst kappe ich, bis auf zwei oder drei, alle Äste, die älter als vier Jahre sind (man kann sie leicht an ihrer dunklen Rinde erkennen) , dicht über dem Boden. Danach widme ich den zwei- bis dreijährigen Trieben. Sechs bis sieben von ihnen lasse ich stehen, denn sie tragen die meisten Früchte. Und auch ein paar kräftige einjährige Zweige verbleiben am Strauch.

Beim Schnitt achte ich darauf, dass ich vorzugsweise die Zweige kürze oder wegnehme, die zu dicht stehen oder sich behindern. Und auch jene, die sehr flach über den Boden wachsen. Beim Schneiden setze ich ich die Schere immer an den Verzweigungen an, so dass keine Stummel stehen bleiben.

Faustregeln für Rote und Weiße Johannisbeeren

Nach dem Schnitt sollten beim Strauch acht bis zwölf Basistriebe stehen bleiben. Zusammengesetzt aus etwa zwei bis drei Trieben in jeder Altersstufe (ein- bis vierjährige). Bei einem so aufge­bauten Strauch müssen jährlich nur die zwei bis drei ältesten Fruchtäste und die meisten einjährigen Triebe  – bis auf drei – aus der Stockbasis weg geschnitten werden. Die Sträucher erreichen auf diese Weise problemlos ein Alter von 20 Jahren.