Zu meinen Lieblingsgästen im Herbst gehört der opulente Zierkohl. Ich pflanze den engen Verwandten vom Gemüsekohl in Gefäße und manchmal sogar ins Blumen- oder Gemüsebeet.

Ich liebe Zierkohl. Gleichgültig welche Farbe seine Rosetten tragen oder ob sie sich aus schlichten oder gekräuselten Blättern zusammensetzen. Mittlerweile gibt es viele Sorten. In der Gärtnerei stehen Exemplare, deren Mitten cremeweiß strahlen, rosa funkeln oder in einem knalligen Pink oder tiefem Violett leuchten. Ich habe mich spontan für eine Sorte entschieden, deren Rosette sich aus stark gekrausten, blaugrün und pink gefärbten Blättern zusammensetzt. Mehr barock geht wirklich nicht 🙂

Kühle Temperaturen bringen die Farben des Zierkohls so richtig zum Leuchten.

Da ich den Zierkohl (Brassica oleracea) im Blick haben möchte, pflanze ich ihn in meine große Schale. Letztes Jahr hatte ihn im Gemüsegarten rund um den Feldsalat postiert. Es sah wirklich sehr hübsch aus. Da ich aber im Herbst nicht jeden Tag in meinem Schrebergarten unterwegs bin, schmückt er dieses Jahr zusammen mit pinkfarbenen Alpenveilchen (Cyclamen persicum) mein Gefäß vor der Tür. Ich finde, sie passen prima zusammen. Fast sieht es so aus, als würden die eleganten Blüten des Alpenveilchens aus dem Zierkohl sprießen. Denn das Blaugrün der herzförmigen Cyclamen-Blätter verschmilzt regelrecht mit den Farben des Ziergemüses.

Zierkohl braucht kaum Pflege

Zierkohl braucht kaum Zuwendung. Ich gieße ihn, sobald die Erde trocken ist. Dünger bekommt er von mir nicht, da in der gekauften Blumenerde schon ein kleiner Vorrat drin steckt. Wenn es nachts empfindlich kalt wird, decke ich ihn mit einem durchlässigem Vlies ab. Ansonsten steckt er herbstliches Schmuddelwetter locker weg.

Darf man Zierkohl essen?

Oft bin ich schon gefragt worden, ob man Zierkohl wie Grünkohl essen kann. Da ich ihn noch nicht probiert habe, kann ich nicht viel über den Geschmack der Blätter berichten. Ich habe mal gelesen, sie seien recht bitter. Ich würde davon abraten, sie zu probieren, wenn man den Zierkohl als Pflanze gekauft und nicht selber aus Samen großgezogen hat. Man weiß leider nie, wieviel Chemie drin steckt.