Aussaat auf der Fensterbank

Illustration: Britta Ruge

Tomaten, Paprika und Zucchini selber aus Samen anzuziehen macht mir einfach Spaß. Obwohl es mittlerweile viele gute Sorten als Jungpflanzen zu kaufen gibt, finde ich es immer wieder spannend. Eins lernt man dabei: Geduldig zu sein!

Auch wenn es mich spätestens Anfang März in den Fingern juckt, versuche ich cool zu bleiben und lasse die Saatguttüten von Tomaten, Zucchini und Paprika in der Box. Denn jedes Mal, wenn ich die mediterranen Gemüse vor Anfang April ausgesät habe, wuchsen meine kleinen Pflanzen zu langen, staksigen Geschöpfen heran.

Ich ziehe meine Tomaten, Paprika und Zucchini auf der Fensterbank unter dem schützenden Dach von Zimmergewächshäusern an. Wenn ich nur wenige Pflanzen brauche, zum Beispiel von Zucchini oder Kürbis, nehme ich für die Aussaat kleine Quell- oder Anzuchttöpfe aus Kokos , die biologisch abbaubar sind. Ich stecke einfach einen Samen pro Töpfchen in die Erde. Das geht leicht, denn die Samen sind ja relativ groß. Die kleinen Samen von Tomaten und Paprika verteile ich gleichmäßig in eine Kiste. Und dann wird’s spannend…denn jedes kleine Körnchen tickt anders. Während die einen bereits nach ein paar Tagen durchstarten, lassen sich andere Zeit zu sprießen. Und manche regen sich überhaupt nicht. Wie gut, dass niemand sieht wie oft ich meinen Nachwuchs liebevoll beäuge 🙂

Sobald die ersten Laubblätter zu sehen sind, setze ich den Nachwuchs in größere Töpfe mit normaler Blumenerde um. Da die Erde gut durchwurzelt sein sollte bevor die Jungpflanzen ins Gewächshaus umziehen, nehme ich Töpfe, die  nicht wesentlich größer sind als die Anzuchttöpfe.

2 Gedanken zu „Aussaat auf der Fensterbank“

  1. Hallo Antje, ich ziehe Paprika ab Januar vor (Chilis sogar schon ab Dezember), weil mir sonst die Früchte im kühlen Norden viel zu spät reif werden. Entscheidend ist es dabei, die Pflanzen nach dem Keimen hell und kühl zu stellen. Ab April wird dann bei mildem Wetter auch noch abgehärtet – dabei Vorsicht vor Sonnenbrand und Nachtfrösten!

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