Ich habe letzten Sommer ein Johannisbeer-Hochstämmchen übergangsweise in einen großen Kübel einquartiert. Weil das Beet, wo es Platz nehmen sollte, von mir noch nicht konsequent genug von Giersch und Quecke befreit war. Aber nun habe ich es (hoffentlich) geschafft und es darf es endlich umziehen.

Fotos: Nicolai Stephan

Damit die Johannisbeere sich gut einlebt, hebe ich das Pflanzloch etwa doppelt so breit aus wie der Wurzelballen groß ist.  Außerdem lockere ich den Grund vom Pflanzloch und auch seinen Ballen. So haben die Wurzeln es noch leichter, das neue Terrain zu erobern. Bei einem Hochstämmchen achte ich sehr darauf, den Ballen ebenerdig einzusetzen. Wenn er zu tief  in der Erde steht, fault der Stamm schnell am Grund weg.

Wichtig ist auch, den Aushub rundum gleichmäßig und lückenlos einzufüllen. Ein leichtes Antreten der Erde zwischendurch hilft dabei. Natürlich braucht der Neuankömmling Wasser. Aber nicht bevor ich einen Gießrand aufgeharkt habe! Sonst läuft es überall hin. Da es  noch ein wenig wacklig auf seinem einen Bein steht, bekommt es einen Bambusstab mit ein wenig Abstand an seine Seite gesteckt. Ich nehme zum Befestigen gern ein Draht mit Gummimantel. Er hält die beiden auf Abstand ohne, dass die Rinde Schaden nimmt.

Wann ist eine gute Pflanzzeit?

Heimische Beerennobstgehölze im Container  können theoretisch das ganze Jahr gepflanzt werden, solange der Boden frostfrei ist. Am besten aber pflanzt man sie im Frühjahr oder Herbst. Denn milde Temperaturen und Niederschläge fördern einen guten Start.