Keine Chance für den Apfelwickler!

Unter dem Obstmaden-Fanggürtel verstecken sich die Maden vom Apfelwickler (Fotos: Nicolai Stephan).

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Ich habe meinen Apfelbaum mit einer Pheromonfalle und einem Obstmaden-Fanggürtel bestückt. Nicht weil es so schön aussieht, sondern weil ich hoffe, dass ich die Anzahl der Larven vom Apfelwickler in Grenzen halten kann.

Der Apfelwickler richtet im Garten die meisten Schäden an

Der Apfelwickler besucht meinen alten Apfelbaum jedes Jahr auf’s Neue. Ich sehe es daran, dass bei der Ernte relativ viele Äpfel mit einem Wurmloch versehen sind. Die betroffenen Äpfel fallen meist zeitig vom Baum. Aber damit soll jetzt Schluss sein!

Es handelt sich beim Apfelwickler um einen etwa zwei Zentimeter großen braun-grauen Falter, dessen Flügel mit hellen Streifen und einen kupferfarbenen Fleck gezeichnet sind. Die Raupen vom Apfelwickler sind  mit einer Länge von zwei Millimeter sehr kurz. Ihre Haut ist gelblich bis weiß und der Kopf glänzt dunkel.

Der Apfelwickler und sein Lebenszyklus

Die Raupen des Apfelwicklers verbringen den Winter unter den Borkenschuppen des Apfelbaums in einem festen Gespinst. Ende April findet die Verpuppung statt. Die Falter schlüpfen ab Mitte Mai. Anfang Juni legen die Weibchen ihre Eier an jungen Äpfeln ab. Daraus schlüpfen wenig später Raupen, die sich in die Früchte bohren und bis zum Kerngehäuse durchfressen. Rund vier Wochen später seilen sich die „Obstmaden“ ab und suchen sich ein Versteck unter der Baumrinde, um sich dort zu verpuppen. Ende Juli startet dann die zweite Falter-Generation und legt erneut Eier ab – allerdings nur in warmen Jahren. 

Die Äpfel werden reif

Mit einer Obstmadenfalle Falter vom Apfelwickler anlocken

Ich habe bereits eine biologische *Lockstoff-Falle aufgehängt, um  die braunen 14–20 mm großen Falter-Männchen des Apfelwicklers mit Hilfe von duftigen  Pheromonen einzufangen. Generell sollte die Lockstoff-Falle von Mai bis August im Apfelbaum hängen. Denn je weniger von den Apfelwickler-Faltern umherflattern, desto weniger Weibchen werden später befruchtet. Was wiederum zur Folge hat, dass die Zahl des Nachwuchses, der sich im Juni als Raupen vier Wochen lang durch die Äpfel frisst, überschaubar bleibt. Du musst aber nicht in jeden Apfelbaum eine Obstmadenfalle hängen, ein Exemplar reicht für drei bis fünf Bäume.

Obstmaden-Fanggürtel sind gute Fallen für die Maden

Erfahrungsgemäß finden trotz der Lockstoff-Falle einige männliche Falter gut getarnt in der abendlichen Dämmerung ein herumflatterndes Weibchen. Insofern gehe ich davon aus, dass sich in nächsten Wochen trotzdem immer mal wieder Maden abseilen, und sich auf dem Weg in die Baumkrone machen. Sie suchen sich in luftiger Höhe ein Versteck unter den Borkenschuppen, verpuppen sich und harren in diesem Zustand aus. Und ein solches biete ich ihnen an! Und zwar in Form eines Obstmaden-Fanggürtel, den ich um den Baumstamm wickele. Alles was ich tun muss ist, die Maden unter der Wellpappe regelmäßig von Juni bis Oktober abzusammeln.  

 

 
Keine Chance für den Apfelwickler
Die Verpackung reicht für ein paar Jahre: Wellpappe von der Rolle!
Keine Chance für den Apfelwickler
Ich schneide die Wellpappe so lang ab, dass ich sie überlappend um den Stamm wickeln kann.
Keine Chance für den Apfelwickler
Mit Hilfe eines Bindedrahts geht das Festzurren am Stamm ganz leicht.

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