Wenn Sonne und Minusgrade Hand in Hand auftreten, decke ich meinen Rosmarin ab.

Klirrend klare Kälte seit ein paar Tagen. Es wird Zeit, dass ich mich um meinen großen Rosmarin im Beet kümmere.

Obwohl mein Rosmarin ‘Arp‘ zu den hartgesottenen seiner Art gehört und selbst minus 18 Grad Celsius gut wegsteckt, decke ich ihn vorübergehend lieber ab. Auch tagsüber, da die Sonne scheint.  Und er nicht die geringste Chance hat, aus dem gefrorenen Boden Wasser zu ziehen, wenn er wegen ihrer warmen Streicheleinheiten Durst bekommt. Auf Dauer würde er das erfahrungsgemäß nicht vertragen und partiell vertrocknen. Das möchte ich nicht noch einmal mit ansehen. Sobald es wieder wärmer wird, nehme ich das schützende Vlies aber wieder ab. Die Kräutergärtnerei Rühlemann empfiehlt zudem: Rosmarin den ersten Winter frostfrei zu halten und erst im nächsten Frühjahr, wenn er groß genug ist, zeitig (Ende April) auszupflanzen oder den ersten Winter mit Tannenreisig zu schützen.

 

Auf die Sorte kommt es an

Rosmarin kann bedenkenlos in ganz milden Regionen und im so genannten Weinbauklima im Beet überwintern.  Glücklicher Weise gibt es aber auch für alle anderen Gebiete Sorten, die auch Temperaturen von -20° C tolerieren. Zu ihnen zählen „Veitshöchsheim“ und „Arp“. Etwas weniger winterhart ist die Sorte Prostratus, für die -15° C als Toleranz angegeben wird. Nur bedingt winterhart sind Sorten, die die Frostempfindlichkeit bereits im Namen tragen wie etwa „Toskana“, „Pinien-Rosmarin“ oder der kriechende Rosmarin „Santa Barbara“. Diese und andere wunderschöne Rosmarinsorten kann man aber auch sehr gut als Kübelpflanze halten.