Natürlich – auch ich habe es auf die leckeren, säuerlichen Stängel vom Rhabarber abgesehen. Mit ein paar Tricks, wächst das Gemüse wie es mir gefällt.

Sobald die Rhabarberblüten erscheinen, breche ich sie aus.

Während ich selbst mit dem kühlen Frühlingswetter hadere, schiebt mein Rhabarber einen dicken Stängel nach dem anderen in die Höhe. Als Asiate mit viel russischem Blut in den Blattadern genießt er es, ohne Hitzestress auszutreiben. In seinem Übermut schiebt er aber auch große Blütenstände nach oben. Leider bremsen diese sein reges Wachstum. Weil ich die gesamte Erntezeit bis 24. Juni auskosten möchte, entferne ich alle Blütenknospen. Um ihn nicht großartig zu verletzen, mache ich das immer sehr frühzeitig,  Dabei drehe ich den Blütenstand vorsichtig mit der Hand ab anstatt ihn abzuschneiden.

Im Rhabarberglück

Rhabarber wächst bei mir im Halbschatten, weil ihm sonnige Plätze nicht behagen. Es braucht ein wenig Geduld, bevor man ihn ernten darf. Erst nach drei Jahren ist er kräftig genug für die Ernte. Damit er sich regenerieren kann, bekommt er im Herbst oder im Frühjahr eine ordentliche Portion Kompost (10 Liter). Zusätzlich dünge ich ihn direkt nach der Erntesaison mit Hornmehl oder Pflanzenjauche. Wichtig ist, dass die Erde zu seinen Füßen immer feucht bleibt. Deshalb wandern die großen,  abgetrennten Blätter nicht auf den Kompost, sondern ich breite sie rund um den Rhabarber auf dem Boden aus. Diese Mulchschicht setzt die Verdunstung herab. Rhabarber werden nach etwa acht bis 12 Jahren müde, kräftige Stängel zu bilden. Wenn es soweit ist,  werde ich ihn ausgraben, teilen und die kleinen Stücke an einer anderen Stelle in meinem Garten einpflanzen. Auf ein Neues!