Indianernessel – heilsame Sommerschönheit

Foto: Silke Storjohann

Indianernesseln ziehen mit ihren wuscheligen leuchtenden Blütenschöpfen Bienen und Schmetterlinge magisch an. Weißt du aber auch, dass aus den Blüten und Blättern der Heilpflanzen aromatischer Tee und Sirup gemacht wird?

Indianernesseln haben viele Talente. Sie stehen kerzengerade auf langen Beinen, tragen attraktive von Bienen umschwärmte Wuschelköpfe und Blätter aus denen sich Tees zubereiten lassen. In diesem Wissen habe ich mir vor einigen Jahren auf dem Pflanzenmarkt am Kiekeberg eine Monarda didyma ‘Pink Supreme’ geschnappt. Und ich kann von ganzem Herzen behaupten: Wir sind glücklich miteinander.

Indianernessel pflegen für eine lange Blütezeit

Ich habe der Staude einen sonnig-luftigen geräumigen Platz in einem nährstoffreichen, durchlässigen Boden eingeräumt. Versorge sie jedes Frühjahr mit Kompost und wässere sie im Sommer bei Trockenheit. Im Gegenzug strahlt sie mich ab Juli schon aus der Ferne mit ihrer pinken Blütenpracht an. Da wir beide nicht auf Echten Mehltau stehen, schneide ich sicherheitshalber ihre Stängel nach der Blüte ab. Was sie wiederum mit einem frischgrünen Neuaustrieb quittiert.

Indianernesseln und ihre Arten und Sorten

Indianernessel pflegen

Die anspruchslose und winterharte Scharlach-Monarde, meist Indianernessel oder Goldmelisse genannt, stammt aus Nordamerika. Der Name Indianernessel (Monarda didyma) bezieht sich auf die Einzelblüten, die an den Federschmuck amerikanischer Ureinwohner erinnern. Ich habe mich für die Sorte ‘Pink Supreme’ nicht nur wegen ihrer leuchtenden Blüten entschieden. Sondern auch, weil man ihr nachsagt, dass ihr aromatisches tiefgrünes Laub sich als wehrhaft gegenüber dem Echten Mehltau erwiesen hat.

Die Gattung Monarda birgt weitere Arten. Zu ihnen zählen die wilde Indianernessel (Monarda fistulosa) und die Zitronen-Monarde (Monarda citriodora). Anders als Monarda didyma fühlen sich dieses Arten auf trockenen, sandigen Böden wohl. Und kommen ohne eine Extraportion Dünger aus.

In den Gärtnereien findet man häufig Kreuzungen aus Monarda didyma und Monarda fistulosa. Diese Hybriden haben meist keine Sonderwünsche rund um die Platzwahl im Garten. Schaut euch aber bitte aufmerksam das Etikett an! Wenn dort eine Art vor dem ‚Hybride’ aufgeführt ist, kann man davon ausgehen, dass sie das Innenleben der Staude dominiert.

Duftige Heilpflanzen: Monarden für Tee und Potpourrie

Zu den duftigen Monarda zählen die Rosen-Monarde (Monarda fistulosa x tetraploid), auch Rosenmelisse genannt.  Wie die Goldmelisse braucht sie einen nährstoffreichen, frischen Grund. Die mehtausresistente Rosen-Monarde fasziniert durch den Duft ihrer Blüten und Blätter, der an historische Damaszener-Rosen und Lavendel erinnert. Sie beleben jedes Potpourri und diverse Tee-Sorten. Bei den nordamerikanischen Indianern wurde die Rosenmelisse als beruhigender Tee verwendet.

Eine schöne aromatische Varietät ist Wildform Monarda fistulosa var. menthifolia, hierzulande als Bergamotte-Monarde bekannt, erweist sich auch als aromatische Sorte.

Die wilde Zitronen-Monarde (Monarda citriodora) punktet mit einem frischem Zitronenaroma. Ihre Blätter können roh und gegart gegessen werden. Sie aromatisieren Tees, Sirup und Limonaden. Dem Tee spricht man auch heilende Kräfte zu. Er soll den Verdauungstrakt entkrampfen.

 

Monarda: Magnet für Bienen und Schmetterlinge

Die Präriebergamotte hilft stechende Insekten zu vertreiben. Aber ist wie alle Monarda eine wahrer Magnet für Bienen und Schmetterlinge sein. Das gilt auch für alle anderen Arten und Sorten! 

Indianernesseln im Garten vermehren

Unbesehen: Der Goldmelisse sollte man eine großen Platz einräumen, denn sie neigt dazu, ausufernd mit ihren Rhizomen in alle Richtungen zu wandern. Es lohnt sich, die Staude alle zwei bis drei Jahre teilen.

Du kannst sie vermehren, indem du ihre Wurzeln im Vorfrühling mit der Grabegabel aus dem Beet hebst und ihren Wurzelballen mit dem Spaten in Einzelstücke teilst.  Anschließend pflanzt du die Wurzelstücke an einer anderer Stelle im Garten wieder ein. Wenn du möchtest, kannst du vor dem Einpflanzen Kompost unter den Aushub mischen. Vergiss bitte nicht, die Neuankömmlinge nach dem Einpflanzen gut anzugießen. 

Alle Wildformen können aus Samen angezogen werden! Die Aussaat erfolgt im ab März geschützt im Gewächshaus oder im Frühbeetkasten. Ab Mitte Mai kannst du den Nachwuchs in deine Beete pflanzen.

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