Leckeres Rezept für Quittenlikör

Foto: Nicolai Stephan

Quittensirup und Quittengelee füllen bereits die Kellerregale. Nur noch ein paar Quittenfrüchte sind übrig. Zeit für ein Wagnis. Ich setze einfach mal ein Quittenlikör an.

Likör aus Quitten
Foto: Olaf Szczepaniak

Mein Quittenbäumchen hat mich dieses Jahr mit vielen Früchten beschenkt. Die meisten habe ich zu Quittengelee und Sirup verarbeitet. Nun sind nur noch ein paar übrig. Was mache ich mit übrig gebliebenen Früchten? Einen Quittenlikör! Wollte ich schon immer mal ausprobieren.

Einen Quittenlikör anzusetzen ist gar nicht so kompliziert wie ich dachte. Die Rezepte, die ich gefunden habe, ähnelten sich alle. Ich habe mich dafür entschieden, ihn mit Kandiszucker, Zitronenschale und Wodka zuzubereiten. Weil Kandiszucker einfach schön aussieht und Wodka besser klingt als Schnaps 🙂

Zutaten

500 g Quitten, 200 g  weißer oder brauner Kandiszucker, Schale einer Bio-Zitrone, 750 ml Wodka 

Schnell und einfach angesetzt

Zuerst habe ich den Flaum auf der Quittenschale mit einem Tuch abgewischt und die Schale der Bio-Zitrone abgerieben.  Danach kamen die Quitten quasi unters Messer. Ich habe sie halbiert, die Blüten- und Stielansätze entfernt und sie in schmale Spalten geschnitten. 
Der Kandiszucker und der Zitronenabrieb landeten als erstes im Glas. Obenauf füllte ich die Quittenspalten. Zum Schluss ließ ich den Wodka einlaufen und verschloss das sterilisierte Glas.
Seitdem steht es im Keller, denn der Ansatz muss etwa drei bis vier Wochen dunkel und kühl ruhen. Ab und an schwenke ich ihn, damit sich der Zucker löst.
 
Nächste Woche ist es soweit: Dann filtere ich das Gemisch durch ein Baumwolltuch und fülle ihn in Flaschen ab. Mal gucken, ob sich das Experiment gelohnt hat. Ich werde euch berichten!
 

Wie lange ist Quittenlikör haltbar?

Da ich hochprozentigen Alkohol verwende, hält sich  der Quittenlikör mehrere Monate. Dafür sollte er am besten kühl und dunkel aufbewahrt werden.

2 Gedanken zu „Leckeres Rezept für Quittenlikör“

  1. Die Quitten auf den Bildern sehen von der Größe her -wie bei mir im Garten- nach Zierquitten aus. Kann man diese somit auch verwenden? Bisher sind sie im Herbst immer zusammen mit dem Laub in den Kompost gewandert.

    Antworten
    • Hallo Tim, nein, bei meinen Früchten handelt es sich um kleine Exemplare der Konstantinopeler Apfelquitte. Aber soweit ich weiß, kann man auch Zierquitten zu Gelee, Kompott oder Quittenbrot verarbeiten. Besonders die Großfrüchtige Zierquitte (Chaenomeles cathayensis) bildet Früchte, die bis zu zwölf Zentimeter groß werden und machen damit der einen oder anderen Apfelquitte Konkurrenz. Probiere es doch einfach mal aus! Herzliche Grüße Antje

      Antworten

Schreibe einen Kommentar