Strahlende Gewinnerin: Die Kissenaster

Was wäre der Herbstgarten ohne den funkelnden Blütenzauber der Kissenastern.

Auf meine Kissenastern ist im Herbst Verlass. Jahr für Jahr öffnen die robusten Stauden  ihre violetten Sternenblüten. Und es werden mehr und mehr! Denn ihre Ausläufer weben immer größere Polster.

Kissenastern sind großartig! Insbesondere als Teamplayer, wenn sie in Form von Bändern oder Tuffs mit ihren Blüten strahlend die Beete ausmalen. Ich habe sie zu dritt oder zu fünft in die Erde gepflanzt. Seitdem weben die Stauden aus ihren kriechenden Wurzelstöcken schnell dichte Blütenteppiche. Hier und da muss ich mittlerweile ihrem temperamentvollen Ausbreitungsdrang Grenzen setzen, damit sie ihre Nachbarn nicht verärgern. Insbesondere die Rose mag es gar nicht, wenn man ihr zu nahe tritt 😉

Kissenaster-Sorten und ihre Traumpartner!

Es gibt sehr charmante Sorten von Kissenastern (Aster dumosus-Hybriden). Sie sind aus Kreuzungen zwischen der nordamerikanischen Kissenaster (Aster dumosus) und der Glattblastaster (Aster novi-belgii) entstanden. Bei der Einteilung haben es sich die Züchter leicht gemacht: Sorten, die niedriger als 50 Zentimeter bleiben, zählen die Züchter zu den Kissenastern; alle anderen werden den Glattblattastern zugeordnet.

Die Höhe innerhalb der Sorten schwankt zwischen 15 und 50 Zentimetern. Zu den schönsten gehören für mich die leuchtend pinken ‘Heinz Richard’ und ‘Kassel’. Mit ihren 30 Zentimeter sind sie gute Begleiter für den Steppen-Salbei oder der Bläulichen Rutenhirse (Panicum virgatum ‘Heavy Metall’). Ein lichter Hingucker ist auch die klassisch weiße Sorte ‘Niobe’. Ich hätte sie so gern in meinem Garten, aber es fehlt einfach an Platz. Kleiner Tipp: Ich habe meine Sorte ‘Blauer Gletscher’ mit Purpurglöckchen und Fetthenne verbandelt. Sie kommen seit Jahren sehr gut miteinander klar. 🙂

Unter den hohen Sorten favorisiere ich die späte silberblaue Sorte ‘Silberteppich und die halbgefüllte weinrote ‘Starlight’ . Wenn ihr eure Beetränder mit einer Kissenaster veredeln möchtet, seid mit der kurzen ‘Schneekissen’ gut beraten. 

Hier fühlen sich Kissenastern wohl!

Ich habe die Kissenastern nur in meinem Schrebergarten gepflanzt. Denn dort kann ich ihnen einen nährstoffreichem, humosen Boden auf sonnigen Plätzen mit viel Frischluft bieten. Der trockene Sandboden in meinem Hausgarten und die Hitze, die im Hochsommer dort innehält, würde ihnen bestimmt nicht behagen. Selbst mein Silber-Salbei beklagt ab und an den Befall mit Echtem Mehltau. Da möchte ich gar nicht wissen, wie schnell sich der Pilz auf den Kissenastern ausbreitet…

Pflege-Tipps für Kissenastern rund ums Jahr

Im Grunde schenke ich meinen Kissenastern nicht viel Aufmerksamkeit. Im Frühling dünge ich die Stauden lediglich mit einer dünnen Schicht Kompost. Wenn der Regen im Sommer ausbleibt, versorge ich sie mit Wasser aus dem Gartenschlauch. Je nachdem wie ich Zeit habe, schneide ich ihre Triebe vor dem Frost oder im zeitigen Frühjahr zurück. 

4 Gedanken zu „Strahlende Gewinnerin: Die Kissenaster“

  1. Ich finde, dass diese Blume einen sehr klassischen Eindruck vermittelt. Die Farben gefallen mir auf jeden Fall gut! Vielen Dank für die schönen Beiträge, die du stets auf deinem Portal veröffentlichst. Liebe Grüße Steve

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  2. Liebe Antje (wie wäre denn die förmliche Anrede richtig? Ich bin eigentlich kein Freund von sofortigem Du…),

    vielen Dank für den Beitrag zu den Astern. Ich mag sie auch sehr, weil mir das Farbspektrum von blau bis magenta sehr gefällt. Leider habe ich das Problem, dass die Astern von unten her immer braune Blätter bekommen. Hatte dieses Jahr den Versuch gestartet, sie im Topf zu halten und mehr in die Sonne zu stellen. Sah erst sehr gut aus, aber dann kamen wieder die braunen Blätter von unten und ehe es mit blühen los ging, kam dann noch der Mehltau hinzu. Ein Fall für den Kompost. Haben Sie einen Sorten-oder Pflegetipp? Ich werde auch noch mal bei der Staudensichtung nachsehen.

    Viele Grüße aus Leipzig

    Grit Wirth

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    • Liebe Frau Wirth, Sie dürfen mich gern duzen, wenn es Ihnen mehr behagt…ein „Sie“ völlig in Ordnung! Hier kommen ein paar Tipps:
      Wenn die Stängel von Astern sich auf einer Seite violett färben, ganze Triebe braun und langsam sterben, ist die Ursache ein Pilz, der die Asternwelke auslöst. Er tritt besonders auf, wenn Astern zu eng und an heißen Plätzen wachsen, an denen sich die Luft leicht staut. Befallene Pflanzen sollten Sie entfernen. Sie gehören aber nicht auf den Kompost, sondern in die Biotonne. Tritt die Asternwelke verstärkt auf, sollten Sie fünf bis sieben Jahre lang das Beet nicht mehr mit Astern bepflanzen und stattdessen einen anderen Standort wählen.
      Am besten kaufen Sie widerstandsfähigen Sorten. In der Züchtung wird an toleranten Sorten gearbeitet. Folgende einjährige Sommerastern gelten als widerstandsfähig gegen die Asternwelke: ‘Standy‘, ‘Mona‘ und ‘Starlight‘. Es gibt darüber hinaus einige robuste Saatgutmischungen wie z.B. die Stella-Mischung. Bei den winterharten Raublatt-Astern haben sich Sorten wie ‘Andenken an Paul Gerber’ oder ‘Herbstschnee’ bewährt. Empfehlenswerte Glattblatt-Astern sind ‘Dauerblau’, ‘Rosa Perle’ oder ‘Karminkuppel’.
      Unter den üppigen Myrten-Astern (Aster ericoides) haben sich ‘Schneetanne’, ‘Lovely’ und ‘Pink Cloud’ als gesund bewährt. Bei den Kissen-Astern (Aster dumosus) erzielten Sorten wie ‘Schneezicklein’, ‘Zwergenhimmel’ oder ‘Blauer Gletscher’ gute Noten.
      Astern werden auch gern vom Echten Mehltau heimgesucht! Vor allem Glattblatt-Astern sind betroffen. Es hilft, wenn Sie ihre Astern regelmäßig düngen, aber nicht mit einem Dünger , der viel Stickstoff enthält. Im Sommer sollte der Boden nicht austrocknen, er darf aber auch nicht ständig nass sein. Und vor allem sollten die Pflanzen nicht zu dicht stehen.
      Ich hoffe, ich habe Ihnen damit helfen können! Und freu mich, wenn Sie meinem Blog weiter besuchen! Herzliche Grüße Antje

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