Rote Bete – ich geb’ mir die Kugel!

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Rote Bete – ich geb mir die Kugel
Foto: Olaf Szczepaniak

Carpaccio mit Ziegenkäse, Suppe oder würzig eingelegte Scheiben – davon träume ich schon, wenn ich die jungen Pflänzchen in mein Hochbeet setze. Wie schön, das Gemüse wird mich bestimmt nicht enttäuschen!

Rote Bete gelingen bei mir eigentlich immer. Die Verwandten von Spinat und Mangold sind relativ anspruchslos und schenken mir zuverlässig viele kugelrunde Rüben. Ich säe sie erst ab April, damit sie nicht schossen. Friert es die Jungpflanzen nämlich, blühen sie im Beet viel zu schnell auf. Nach dem Keimen vereinzle ich sie recht bald. Erst verwende ich Aussaatkisten, später kann man die Samen auch direkt ins Beet streuen.

Alles, was die Rote Bete braucht ist ein tief gelockerter Boden. Ideal sind Beete, auf denen schon mehrere Jahre lang allerlei Gemüse gewachsen sind. Vor dem Pflanzen verteile ich ein paar Hände voll reifem Kompost auf dem Beet. Damit sich schöne Knollen bilden, hacke ich die Erde immer wieder auf und dünge alle 2–3 Wochen mit verdünntem organischen Dünger.

Mein Tipp: Erntet die Rüben, wenn sie noch sehr jung und die Kugeln klein sind. Diese „Baby-Beets“ schmecken unglaublich zart und bestimmt nicht nach Erde. Je länger man sie wachsen lässt, desto mehr geht der feine Geschmack verloren und desto größer und unförmiger werden die Rüben. Für ständigen Nachschub sorgt ihr, wenn ihr alle vier Wochen einen Schwung nachsät.

Mich faszinieren auch die vielen Farben: Es gibt rote Sorten, aber auch gelbe und rot-weiß geringelte. Tiefrote Rüben entwickeln sich übrigens nur aus Sämlingen mit rotem Stiel. Ich zupfe deshalb immer die Grünstieligen aus den Saatrillen, wenn ich die Reihen ausdünne. Denn die dunkelroten sind meine Favoriten.

Apropos Spinat: Wie das Laub des grünen Bruders lassen sich auch die Blätter der Roten Bete verarbeiten. Mit ihren roten Blattrippen sehen sie attraktiv und appetitlich aus und stehen dem Spinat geschmacklich in nichts nach.

Rote Bete – ich geb mir die Kugel
Foto: Nicolai Stephan

2 Gedanken zu „Rote Bete – ich geb’ mir die Kugel!“

  1. Guter Hinweis, dass auch die Blätter verwendet werden können!
    Kleiner Tipp: Rote Bete mit Zimt bestäuben. Habe ich mal auf einer Hochzeit serviert bekommen, es war unglaublich!

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