Jeder ja hat so seine Lieblingsblumen. Zu meinen zählt die Gewürztagetes ‚Luna Orange‘. Ihre kleinen leuchtend orangen Blüten machen mir einfach gute Laune. Deshalb säe ich sie jedes Jahr im Frühling aus.

Ich muss zugeben, dass ich an den klassischen Studentenblumen wenig Gefallen finde. Ich habe es wirklich mit ihnen versucht! Aber gleichgültig mit wem ich sie kombinierte, irgendwie konnte ich mich nicht mit ihnen anfreunden. Insofern war ich hocherfreut, auf die kleinblütigen, filigranen Gewürztagetes zu treffen. Seit ich sie entdeckt habe, dürfen sie in meinem Gemüsegarten die Beete einfassen und die Hochbeete ausleuchten. Leider zieht ihr würzig-frischer Duft Schnecken magisch an. Da kommt es in den ersten Wochen durchaus vor, dass ich über Nacht „verschwundene“ Pflänzchen in den Reihen ersetzen muss, nachdem die Schnecken ihre Schlemmer-Feste gefeiert haben. Insofern säe ich viele aus.

Aller Anfang ist leicht

Wenn ich eine große Anzahl einer Sommerblumen heranziehen möchte, nehme ich für die Aussaat eine große Saatschale. Ich fülle sie locker mit Aussaaterde, ziehe die Erde über die Ränder mit einem Stab glatt ab und drücke sie ebenmäßig leicht an. Anschließend verteile ich das Saatgut. Dazu falte ich die Samentüte in Längsrichtung. So entsteht eine Rille, aus der bei jedem Fingertipp ein paar Samen fallen. Anschließend streue ich mit einem Sieb Erde über die Samen der Gewürztagetes, und zwar doppelt so hoch, wie der Samen dick ist. Weil der Samen zum Keimen Wasser braucht, gieße ich ihn vorsichtig mit einer kleinen Gießbrause.
Gewürztagetes keimen bei einer Temperatur von etwa 16 Grad Celsius am besten. Deshalb wandert die Schale in mein Gewächshaus und nicht auf die Fensterbank im Haus. Die Anzucht dort hat immer gut funktioniert. Sobald die Sämlinge nach ein paar Wochen kräftig genug sind, ziehen sie nach den Eisheiligen direkt aus der Saatkiste um in den Garten.

Fotos: Nicolai Stephan

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Die Gewürztagetes ‚Luna Orange‘ (Tagetes tenuifolia) bildet mit hunderten kleinen Blüten und sehr fein gefiederten Blättern dichte 25 Zentimeter hohe Blütenteppiche. Weil ihre Blüten und Blätter einen frischen, würzigen Duft verströmen, wird sie auch Dufttagetes genannt. Wie alle Studentenblumen zählen sie von klein auf zu den unkomplizierten Sommerblumen, die unermüdlich bis zum ersten Frost blühen. Ihre Wurzeln vertreiben zudem Bodenschädlinge und bekämpfen die durch Nematoden verursachte „Bodenmüdigkeit“.