Winter-Steckzwiebeln machen es mir einfach, sie gern zu haben. Sie wachsen schnell, kommen mit ein bisschen Hilfe gut durch die kalte Jahreszeit und ich kann sie bereits nächstes Jahr im Mai ernten.

Rote Steck-Zwiebeln in der Reihe

Foto: Nicolai Stephan

Vielleicht fragt ihr euch ja, warum ich Steckzwiebeln lieber im Herbst als im Frühling pflanze? Das hat gleich drei gute Gründe. Erstens finde ich im Herbst eher Zeit dafür, zweitens schenkt mir die frühe Ernte Ende Mai Platz für anderes Gemüse und drittens wachsen die Winter-Steckzwiebeln zu einer Zeit, wo in den Beeten viel frei ist. Natürlich gibt es von Winter-Steckzwiebeln nicht so viele Sorten wie von „normalen“ Zwiebeln und Schalotten, die man im Frühling pflanzt. Aber mir reicht das Angebot. Dieses Jahr setze ich auf eine Sorte mit roter Schale namens ‘Red Cross’. Eine gute Qualität erkenne ich an der Zwiebelgröße. Sind die Steckzwiebeln nicht viel größer als Haselnüsse, landet die Tüte in meinem Einkaufswagen. Dickere Exemplare kaufe ich nicht, denn sie sollen zum Schießen neigen.

Dieses Jahr ziehen die Zwiebeln in mein kleines Hochbeet ein. Dort bekommen sie genügend Sonne ab. Und der Boden ist wie für sie gemacht: tiefgründig, locker, feinkrümelig und mit Kompost unterfüttert. Das gefällt ihnen bestimmt! Eine Stickstoffgabe bekommen sie nicht. Der Stickstoff lässt die Blätter zwar schnell wachsen, aber ihre Zellen sind weniger resistent gegen Kälte.

Steckzwiebeln richtig pflanzen

Steckzwiebeln sollte man nach dem Einkauf im Haus bei etwa 20 Grad Celsius aufbewahren.  Um das Wachsen der Wurzeln zu fördern, weiche ihre Zwiebeln vor dem Einzug ins Hochbeet über Nacht in zimmerwarmes Wasser ein. Da ich ein Liebhaber von geraden Reihen bin, lege ich sie artig entlang einer Schnur aus; in einem Abstand von etwa acht bis zehn Zentimetern. Danach drücke ich sie in die Erde. Aber nur so tief, dass ihre Nasenspitzen aus der Erde gucken.

Wohlbehalten durch den Winter

Nur Zwiebeln, die vor dem Wintereinbruch bleistiftdicke Blätter tragen, sind ausreichend gegen Frostattacken gewappnet. Bei Sonne und Minusgraden schütze ich sei mit einer wärmenden, durchlässigen Tuch. Ich habe auch schon mal Reisig genommen – der ist mir aber leider davon geflogen…

Sorten, die sich lohnen

Mit gelben Schalen: ‘Presto’, ‘Taify’, ‘Radar’
Mit roten Schalen: ‘Red Cross’, ‘Electric’, ‘Rote Winter’, ‘Romy’.