Mein Popstar ist die Zinnie!

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Schöne Sorten von Zinnien sind in Gärtnereien und Gartencentern selten zu finden. Aber ich finde die Retro-Blume trotzdem in Regalen oder im Netz! Hier zeige ich dir, wie du die elegante Sommerblume jedes Jahr im Haus in Töpfen anziehst.

Sommerblumen in Töpfen vorziehen
Foto: Garten Flora/ Olaf Szczepaniak

Zinnien möchte ich in meinen Blumenbeeten nicht missen. Denn die einjährigen Sommerblumen lassen sich problemlos aussäen, tragen bis zum ersten Frost poppiges Pink, Orange, Rosa oder Rot in mein Spätsommerbeet und blühen selbst bei glühender Hitze unverdrossen. Zudem sind die Zinnien mit ihren stabilen Stängeln und stilvollen Blüten prima Schnittblumen, die in der Vase lange halten. Dicht gefüllte Sorten sehen mir meist zu künstlich aus. Ich finde mehr Gefallen an den schlichten halbgefüllten Blüten. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten 🙂

In jedem Fall dürfen sie als junge Pflänzchen nicht zu früh oder ohne langsame Gewöhnung nach draußen, denn sie sind wirklich sehr kälteempfindlich und es wäre zu schade, die kleinen Zinnien erfrieren zu lassen. Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und  nach dem Auspflanzen feucht sein. Später vertragen Zinnien Trockenheit gut. Weitere Pflege benötigen sie erfreulicherweise nicht. 

Schöne Begleiter für Zinnien in den Gartenbeeten

Zinnien passen wunderbar zu vielen sonnenliebenden Sommerblumen. Ich habe sie schon mit Löwenmäulchen, Schmuckkörbchen, Ringelblumen und Gewürz-Tagetes kombiniert. Gleichgültig, wen die Zinnie begleitete: Es sah immer großartig aus. Aber auch filigrane Tanzkünstler wie Ziergräser und Stauden , aber auch bunte Gemüseriesen wie Mangold haben sich für ihren manchmal etwas steifen Auftritt als gute Nachbarn erwiesen. Zinnien blühen lange in der Vase. Beim Abschneiden regst du die Bildung weiterer Blüten an…schön, oder?

Eine wie keine: die Schmuck-Zinnie ist ein Garant für viele schöne Sorten

Zinnien wachsen in ihrer Heimat Mittelamerika als Halbsträucher oder Stauden. Da sie keinen Frost vertragen, zählen sie bei uns zu den einjährigen Sommerblumen. Die Züchter haben sich nach ihrer Ankunft in Europa auf die Schmuck-Zinnie (Zinnia elegans) konzentriert und ihr seit dem 19. Jahrhundert viele niedrige und hohe Sorten entlockt.

Zinnien prägten eine lange Zeit vor allem die Beete der Bauerngärten. Doch ihr ländliches Image hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Denn die Züchter entlockten den Genen der robusten, hitzeverträglichen Sommerblume frische poppige Farben und tolle Blütenformen mit denen man von Juli bis zum ersten Frost vielseitig Beete, Balkone und Sträuße gestalten kann. Du kannst nach Belieben zwischen hohen und niedrigen Zinnien mit romantischen Pomponblüten, charmanten halbgefüllten Sorten, witzigen Kaktuszinnien und kleinblütigen Zinnien (Zinnia angustifolia), die an Margeriten erinnern, wählen.

Wenn du Insekten wie Bienen, Hummeln und Florfliegen in deinen Garten locken möchtest, solltest du halb- und ungefüllte Sorten von Zinnien pflanzen. 

Sommerblume pflegen: Richtig düngen und gießen

Zinnien blühen nur prächtig auf, wenn man ihren Ansprüchen an die Versorgung mit Nährstoffen nachkommt. Ich gönne ihnen beim Einpflanzen eine Portion Kompost oder einen organischen Volldünger. Das Gute ist: Man sieht es ihnen schnell an, wenn die Gabe zu klein ausgefallen ist. Zinnien kommen in einem trockenen Boden gut zurecht. Zu lange lasse ich sie aber nicht darben. Wenn, wie in diesem und auch im letzten Jahr, wochenlang keine Regenwolken über das Land ziehen, ist ein regelmäßiger Schluck aus der Gartenbrause unerlässlich.

So gelingt es: Zinnien im Haus in Anzuchttöpfen aussäen

Es lohnt sich, Zinnien ab Mitte März im Haus auf einer hellen, warmen Fensterbank anzuziehen. Bei viel Wärme und Licht keimen die Samen der Sommerblumen bereits nach acht bis zehn Tagen. Am besten säst du sie in abbaubaren Anzuchttöpfen aus Zellulose oder Papprollen aus. Denn der Nachwuchs von Zinnien mag es nicht, wenn seine Wurzeln verletzt werden. So können die Jungpflanzen ab Mitte Mai mitsamt Töpfchen ins Beet gepflanzt werden. Und die Wurzeln bleiben unversehrt.

Auch wenn die jungen Pflänzchen schon Blätter gebildet haben dürfen sie nicht vor den Eisheiligen nach draußen, da sie sehr kälteempfindlich sind. Du kannst sie aber natürlich auch ab Mitte Mai direkt in deine Beete aussäen.

Fotos: @gardena

  • Fotograf: Olaf Szczepaniak
  • Produktion: Antje gr. Feldhaus

2 Gedanken zu „Mein Popstar ist die Zinnie!“

    • Guten Morgen Birgit!
      das ist ein bisschen schwierig. Jungpflanzen von Zinnien habe ich bislang nur in großen Gartencentern, zum Beispiel bei Dehner gesehen. Bei uns auf dem Markt in Lüneburg werden ab und an auch welche verkauft, und zwar dort wo junges Gemüse angeboten wird. besondere Sorten bekommt man nur als Saatgut. Ich finde das Keimzeit die beste Auswahl hat. (https://www.keimzeit-saatgut.de).
      Herzliche Grüße Antje

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