Löwenmäulchen erinnern mich an fröhliche Kindertage. Vielleicht habe ich sie ja deshalb so gern und pflanze die Sommerblume jedes Jahr in meine Beete.

Foto: Silke Storjohann

Löwenmäulchen zählten schon als Kind zu meinen Lieblingsblumen. Weil sie so bunt waren und ich nicht müde wurde, ihre „Wangen“ zu drücken. Auch heute kann ich mir es ab und zu nicht verkneifen, ihnen in den Blütenschlund zu schauen. Ich mag die hohen Sorten am liebsten und kombiniere sie mit Sommerblumen wie Korn- und Ringelblumen. Manchmal aber auch mit Zinnien. Denn sie heitern die schönen, aber doch etwas sehr steifen Blumendamen charmant auf. Niedrige Exemplare pflanze ich eher selten und wenn, dann umkreisen sie in Form von Tuffs mein Gemüse.

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Löwenmäulchen bezaubern im Garten von Juni bis September. Weil es viele verschiedene hohe Sorten zwischen 20 bis 80 Zentimeter gibt, findet sich für die Einjährigen immer ein passender Platz. Blütenfarben gibt es unendlich viele. Sie reichen von Weiß über Gelb und Orange bis zu verschiedenen Rot- und Rosatönen. Ihr Erkennungsmerkmal ist ein charakteristischer gelber Fleck auf der „Unterlippe“ der Blüten.

Löwenmäulchen mögen nährstoffreiche, nicht zu trockene kalkarme Gartenböden. Sie lieben die Sonne, geben sich auch mit Halbschatten zufrieden. Dauerhafte Hitze vertragen sie nicht. Da ihre Blätter leicht von Mehltau befallen werden, gönne ich ihnen einen luftigen Platz. Zudem faulen ihre Wurzeln schnell bei Staunässe. Insofern sollte man es bei Exemplaren in Töpfen mit dem Gießen nicht übertreiben. Löwenmäulchen kommen gut damit zurecht, ein paar Tage in trockener Erde zu stehen. Wenn vor allem hohe Sorten umzukippen drohen, stütze ich die Pflanzen mit Stäben. Außerdem entferne ich regelmäßig ihre verblühten Kerzen, damit die Sommerblumen rasch und lange nachblühen.