In den Samenkatalogen stehen Zinnien meist ganz hinten und in den Regalen außen am Rand. In meinen Beeten aber habe ich sie immer im Fokus. Denn für mich sind die Retro-Blumen einfach großartig!

An einer pinken Zinnie guckt keiner vorbei

Foto: Silke Storjohann

Denn die einjährigen Sommerblumen lassen sich problemlos aussäen, tragen bis zum ersten Frost poppiges Pink, Orange, Rosa oder Rot in mein Spätsommerbeet und blühen selbst bei glühender Hitze unverdrossen. Zudem sind sie mit ihren stabilen Stängeln und stilvollen Blüten prima Schnittblumen, die in der Vase lange halten. Dicht gefüllte Sorten sehen mir meist zu künstlich aus. Ich finde mehr Gefallen an den schlichten halbgefüllten Blüten. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich ja nicht streiten 🙂

Zinnien passen wunderbar zu vielen sonnenliebenden Sommerblumen. Ich habe sie schon mit Löwenmäulchen, Schmuckkörbchen, Ringelblumen und Gewürz-Tagetes kombiniert. Gleichgültig, wer sie begleitete: Es sah immer großartig aus. Aber auch filigrane Tanzkünstler wie Gräser und bunte Riesen wie Mangold haben sich für ihren manchmal etwas steifen Auftritt als gute Nachbarn erwiesen.

 

Eine wie keine: die Schmuck-Zinnie

Zinnien wachsen in ihrer Heimat Mittelamerika als Halbsträucher oder Stauden. Da sie keinen Frost vertragen, zählen sie bei uns zu den einjährigen Sommerblumen. Die Züchter haben sich nach ihrer Ankunft in Europa auf die Schmuck-Zinnie (Zinnia elegans) konzentriert und ihr seit dem 19. Jahrhundert viele niedrige und hohe Sorten entlockt.

Zinnien blühen nur prächtig auf, wenn man ihren Ansprüchen an die Versorgung mit Nährstoffen nachkommt. Ich gönne ihnen beim Einpflanzen eine Portion Kompost oder einen organischen Volldünger. Das Gute ist: Man sieht es ihnen schnell an, wenn die Gabe zu klein ausgefallen ist. Zinnien kommen in einem trockenen Boden gut zurecht. Zu lange lasse ich sie aber nicht darben. Wenn, wie in diesem und auch im letzten Jahr wochenlang keine Regenwolken über das Land ziehen, ist ein regelmäßiger Schluck aus der Gartenbrause unerlässlich.