Liebeserklärung an mein Gewächshaus

Foto: Nicolai Stephan

Gärtnern im Gewächshaus macht Spaß und lohnt sich. Ich kann viel früher aussäen und länger ernten. Zudem fühlen sich wärmebedürftige Gemüse dort pudelwohl. Und: Es ist für meine mediterranen Kübelpflanzen eine gute Winterresidenz. 

Prima Klima im Gewächshaus

Ich mag mir das Gärtnern ohne ein Gewächshaus gar nicht mehr vorstellen! Auch wenn ich schon so manches mal mit meinen Kopf an der Fensterstange hängen geblieben bin oder mit dem Ellenbogen die Streben der Wand geschrammt habe. Macht nichts! Denn es ermöglicht mir in vielerlei Hinsicht leichter und länger zu gärtnern! 

Insbesondere wärmebedürftige Gemüse wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Peperoni oder Salatgurken fühlen sich im Gewächshaus pudelwohl. Denn wir ihr sicher wisst, finden die Sonnenkinder kühles, windiges Wetter nicht schön. Zudem kann ich es als Winterquartier für meine mediterranen Kräuter nutzen: Töpfe mit Rosmarin, Zitronenthymian und Organo sind dort gut vor Winternässe geschützt. Selbst mein Zitronenbäumchen und der Oleander verbringen die dunkle, kalte Zeit im Gewächshaus. Wenn die Temperaturen unter Null rauschen – was in den vergangenen zwei Jahren nicht häufig passiert ist – stelle ich einfach zwei, drei brennende Stumpenkerzen im Gewächshaus auf den Boden. Ihre Wärme reicht aus, um die Pflanzen gegen leichte bis mittlere Nachtfröste zu schützen!

Gemüse und Salate anbauen das ganze Jahr

Im Gewächshaus kann ich Gemüse fast das ganze Jahr anbauen. Im zeitigen Frühjahr säe und pflanze ich dort Salate, Radieschen, Kohlrabi und Spinat, im Frühling kann ich zeitiger als im offenen Tomatenhaus empfindliche Tomatensorten pflanzen. Und im Herbst und Winter freue ich mich über frischgrünen Feldsalat und Winterpostelein. 

Auf eines möchte ich dabei nicht verzichten: Mein Dachfenster, dass sich mittels Sonnenenergie automatisch stufenlos öffnet und schließt und so stets die Temperatur im Gewächshaus regelt ohne dass ich ständig vor Ort sein muss.

Kinderstube für den Pflanzen Nachwuchs

Rote Bete – ich geb mir die Kugel

Seitdem ich das Gewächshaus habe, ziehe ich viel mehr Gemüse und Sommerblumen selber an. Denn anders als Tomaten oder Paprika  ist es vielen Sommerblumen und Gemüsen auf dem Fensterbrett im Haus oft zu warm oder zu dunkel. Zudem habe ich im Gewächshaus viel mehr Platz und ich kann ich den Nachwuchs mit Wärmematten und Anzuchtlampen unterstützen – unabhängig davon ob draußen noch der frische Frühlingswind durch den Garten zieht.  

So stattet ihr ein Gewächshaus gut aus

Im Magazin Garten Flora könnt ihr im Praxisteil “Gärtnern leicht gemacht” lesen und gucken wie ich mein Gewächshaus sinnvoll ausstatte: Mit Wärmematten, Betasolar-Schläuchen, Gießhilfen und Thermometern. Zudem findet ihr auf der Doppelseite viele Tipps von der Redaktion rundum das Thema Etagengärtnern im Gewächshaus.  Schaut doch einfach mal rein! Es lohnt sich.

Fotos unten: Garten Flora/Olaf Szczepaniak

Eine thermostatgesteuerte Heizmatte lässt den Nachwuchs schneller sprießen.
Bei Sonnenschein erwärmt sich das Wasser im Betasolar-Solar Schlauch .

6 Gedanken zu „Liebeserklärung an mein Gewächshaus“

  1. Dem kann ich nur zustimmen! Besonders die Selbstversorgung im Herbst, Winter und Frühjahr ist mit einem Gewächshaus viel leichter. Letzten Herbst habe ich auch mal Mangold probiert. Der übersteht den Winter im Gewächshaus selbst bei Minusgraden viel besser als auf dem Beet. Auch habe ich festgestellt, dass zum Beispiel Dill viel schöner und zarten ist, wenn man ihn im Gewächshaus aussät. Viele Grüße, Chrissi

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    • Liebe Chrissi, vielen Dank für deine Mail. Mangold im Gewächshaus finde ich spannend! Meiner hockt gerade etwas verfroren unter einem Vlies im Beet. Mal gucken, ob er im Frühling gewillt ist, wieder auszutreiben 🙂 Herzliche Grüße Antje

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      • Hallo, ich finde unser Gewächshaus ebenso toll, habe aber ein Problem- die jährliche Reinigung. Langsam fällt es uns sehr schwer. Habt ihr eine Idee für knochen- und gelenkschonendes Reinigen?
        Ansonsten vielen Dank für eure Tipps👍

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        • Liebe Gabi, ohh, das ist nicht einfach zu beantworten. Ich habe im Katalog der Firma Beckmann eine rotierende Waschbürste gefunden, die man über ein Verlängerungsrohr an einen Wasserschlauch anschließen kann. Die macht einen guten Eindruck. Und eignet sich bestimmt für innen und außen. Natürlich kommt für die Außenreinigung auch ein leichter Hochdruckreiniger in Frage, aber die Anschaffung ist natürlich teuer… Herzliche Grüße Antje

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  2. Hallo Antje,
    wirklich toll, dass du das ganze Jahr über Salat in deinem Gewächshaus anbauen kannst. Eigenes Gemüse schmeckt einfach am allerbesten. Ich habe leider noch keinen Garten aber sobald wir umziehen möchte ich unbedingt ein Gewächshaus haben. Momentan stehen meine Tomaten und Gurken immer in einem Topf auf dem Balkon. Wir haben uns einen Sichtschutzes Balkonsichtschutz zugelegt. Seitdem sind auch die Pflanzen besser vor Wind und Wetter geschützt. Jetzt ist aber leider die Erntezeit auf meinem Balkon vorbei. Glaubst du ein Wintersalat auf meinem windgeschützten Balkon überleben? Hätte Lust das mal auszuprobieren. Vielleicht hast du ja ein paar Tipps für mich.
    Ich freue mich von Dir zu hören
    Liebe Grüße
    Johanna

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    • Liebe Johanna, vielen Dank für deine Mail. Es gibt durchaus winterfeste Salate, die man gut in Balkonkästen anbauen kann. Gut eignen sich Feldsalat und Winterportulak. Beide sind sehr pflegeleicht. Wenn du die Blätter des Feldsalats mehrmals ernten möchtest, solltest du die Blattrosetten knapp über der Erde abschneiden – also das “Herz” unverletzt lassen.
      Der Winterportulak, auch Postelein genannt, sprießt von November bis April zarte, sehr milde Blätter. Seine Blattstiele schneidet man zirca einen Zentimeter über der Erde ab, dann treibt auch er wieder durch. Bei anhaltendem Frost musst du die Salate mit einem wärmenden Vlies abdecken. Aber bitte nicht das Lüften vergessen.

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